Miete / Kosten der Unterkunft

Neben der Regelleistung gehören die Kosten für die Unterkunft und Heizung zu den wesentlichen Bausteinen, aus denen sich das Arbeitslosengeld II zusammensetzt. In § 22 des Sozialgesetzbuches Zweiter Teil (SGB II) ist festgelegt, dass die Bedarfe für Unterkunft und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt werden, soweit sie angemessen sind. Was angemessen ist, ist aufgrund des unterschiedlichen Mietniveaus in den unterschiedlichen Gemeinden, Städten und Regionen von den Trägern der Grundsicherung festzulegen. Die Grundsicherungsträger haben daher im Rahmen eines sog. Schlüssigen Konzeptes, die jeweils angemessenen Kosten für die Unterkunft zu ermitteln und festzusetzen. Dabei spielt die Anzahl der Personen der Bedarfsgemeinschaft, die Wohnungsgröße und der örtliche Wohnungsmarkt eine wesentliche Rolle.

Bevor Sie daher eine Wohnung anmieten, die Sie nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, sollten Sie zur Vermeidung von Nachteilen unbedingt vorher die Zustimmung Ihres Ansprechpartners im Kommunalen Kreisjobcenter einholen, bevor Sie sich ggf. mit einem Mietvertrag binden.

Auch für Hauseigentümer können Leistungen für Unterkunft und Heizung gewährt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie in einer angemessenen Immobile leben. Da bei Eigentum keine Miete anfällt, wird in diesen Fällen eine Berücksichtigung der Schuldzinsen als Bedarf vorgenommen. Auch ist die Berücksichtigung aber das angemessene Maß beschränkt.  Hinzu kommen die öffentlichen Abgaben, die angemessenen Heizkosten, die Grundsteuer sowie die üblichen Nebenkosten, die auch im Rahmen eines Mietverhältnisses anerkannt werden.

Tilgung stellt in der Regel Vermögensbildung dar und kann daher meist nicht als Bedarf anerkannt werden.

  

Angemessenheit der Wohnung ab 01.11.2017

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