Arbeitsvermittler werben für die Altenpflege

(mw) Solange alle gesund sind, ist alles gut. Was aber, wenn der Vater plötzlich an Demenz erkrankt? Oder bei der Mutter ein unheilbarer Tumor diagnostiziert wird? Irgendwann kommen dann viele Angehörige an ihre Grenzen und nicht mehr drumherum, professionelle Pflegehilfe in Anspruch zu nehmen. Die Altenpflege ist in der Gesellschaft so ziemlich der wichtigste Job überhaupt, gleichwohl sein Ruf nicht besonders ist: viel zu tun und schlecht bezahlt. Um dieses Image aufzupolieren und den Beruf der Öffentlichkeit nahezubringen, haben das kommunale Kreisjobcenter Fulda und die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda am Mittwochmorgen zur mittlerweile fünften Altenpflegebörse ins Bonifatiushaus in Fulda-Neuenberg geladen.

Über den erfolgreichen Abschluss ihres BASS-Studiengangs freuten sich gemeinsam mit den Absolventinnen C. Günther (3. v. l.) und T. Watzlawik (4. v. l.) der Erste Kreisbeigeordnete F. Schmitt (2. v. l.), G. Fleischmann (l.) und C. Thonius (2. v. r.) sowie U. Nesemann (r.) vom Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt. Foto: T. GilbertFür den gehobenen Verwaltungsdienst qualifiziert

Den BASS-Studiengang „Soziale Sicherung, Inklusion, Verwaltung“ haben C. Günther (3.v.l.) und T. Watzlawik (4.v.l.) von Kreisverwaltung erfolgreich abgeschlossen.

Foto v. M. Seidel73 Integrationen in den regulären Arbeitsmarkt

FULDA (was). Auch wer lange arbeitslos war und aufgrund von Vermittlungshemmnissen bislang nicht in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden konnte, soll die Chance auf ein dauerhaftes sozialversicherungsrechtliches Beschäftigungsverhältnissen erhalten. An die scheinbar „hoffnungslosen Fälle“ wendet sich das ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsbezieher, das im Landkreis Fulda vom Kreisjobcenter mit großem Erfolg umgesetzt wird.

Foto: Leoni Rehnert

„Der Beruf ist wichtig und erfüllend“

FULDA, 11.05.2018 - Pflege wird sich in den nächsten Jahren weiter zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist bereits heute die Schwierigkeit, ausreichend Fachkräfte zu finden. Geschätzt 800 Vollzeitkräfte werden bis zum Jahr 2035 benötigt. So analysiert es der regionale Pflegemonitor, zu dessen Präsentation Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt etwa 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen stationäre und mobile Pflege, Pflegeschulen und Arbeit ins Landratsamt eingeladen hatte.

Foto: Miriam RommelHartz IV- Empfänger erhalten die Chance, endlich Arbeit zu finden

18 potenzielle Arbeitgeber stehen rund 360 arbeitssuchenden Arbeitslosengeld II- Empfängern gegenüber. Wer sich im Fuldaer Kreisjobcenter heute gut anstellt, sich überzeugend präsentiert, hat beste Chancen, mit einem Arbeitsvertrag nach Hause zu gehen. Die Zeitarbeitsmesse mit dem ungewöhnlichen Konzept findet am Mittwoch bereits zum elften Mal statt, 1. Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt spricht von einer guten Tradition, die oft in einer erfolgreichen Vermittlung münde.